6 Wege mit denen du sofort deine Preise erhöhen kannst (und warum du das tun solltest)
Verkaufen deine Verkaufs-Emails nicht, liegt es meistens am Angebot und nicht an den Emails. Die typischen Fehler stecken in 7 Bausteinen: Zielgruppe, Ergebnis, Lieferform, Preis, Dringlichkeit, erster Eindruck und Kaufweg. Die meisten davon fallen dir selbst nicht auf, weil du dein Angebot kennst und dein Kunde nicht. Ich prüfe meine Angebote deshalb mit einem Angebots-Audit in Claude, und das Audit kannst du hier herunterladen.
Veröffentlicht am 22. Oktober 2026
Bei der Anmeldung zu meinem Workshop für Verkaufs-Emails frage ich nach der größten Hürde.
Mehrfach kam die Antwort: „Meine Verkaufs-Emails verkaufen noch nicht."
In diesem Artikel geht es trotzdem kaum um Emails. Der häufigste Grund, warum Verkaufs-Emails nicht verkaufen, ist das Angebot. Ist dein Angebot nur so la la, kann auch die beste Verkaufs-Email nicht viel rausholen.
Diesen Artikel zum Hören:
Bei mir steht und fällt alles mit dem Optimalen Angebot. Das ist eine detaillierte Angebotsbeschreibung, die diese Fragen beantwortet:
Das Optimale Angebot ist die Vorstufe der Salespage. Und die Salespage ist die Basis für die Verkaufs-Emails.
Neulich sollte ich unter Zeitdruck für eine Kundin Verkaufs-Emails schreiben. Dann hab ich festgestellt: Es gibt keine Salespage und kein Optimales Angebot. Ohne Optimales Angebot kann ich nicht schreiben.
Nach dem Optimalen Angebot kommt das Angebots-Audit. Und das schenke ich dir hier.
Lad dir die MD-Datei herunter: Klick hier für das Angebots-Audit
Ich hab über 80 Webinare gegeben und über 50 Salespages geschrieben, für eigene Angebote und für Kunden. Das Angebots-Audit mache ich jedes Mal.
Und ich bin jedes Mal geflasht, dass Claude Sachen findet. Manchmal denke ich auch: Wie frustrierend, dass es noch keine 10 von 10 ist.
Zuletzt hab ich das Audit über meine alte Salespage für Bestseller-Emails laufen lassen. Bestseller-Emails ist mein Gruppenprogramm, in dem Teilnehmer in 8 Wochen ihre erste Verkaufs-Kampagne planen, schreiben und senden.
Ergebnis: 67 %. Urteil: Fast da.

Wir finden unser Angebot richtig geil. Wir verstehen es richtig gut.
Gerade deshalb fällt es uns schwer vorherzusehen, welchen Wissensstand, welche Fragen und Einwände unser Kunde mitbringt.
Prüfst du dein Angebot selbst, kommst du viel zu gut dabei weg. Ich auch, das ist menschlich. Du liest „steht doch da", wo es nur in deinem Kopf steht.
Deshalb spanne ich dafür KI ein. Claude arbeitet den Fragenkatalog emotionslos ab und schert sich nicht um unsere Gefühle zu unserem Angebot. Was nicht auf der Seite steht, bekommt Rot. Auch wenn es zu deinem Angebot gehört.
Ein Angebots-Audit ist ein Fragenkatalog, der bewertet, wie viel Kauflust dein Angebot macht und wo du nachbessern solltest.
Mein Audit bewertet die 7 wichtigsten Bausteine deines Angebots im Ampelformat:
4 Pflichtkriterien sind so wichtig, dass ein Angebot ohne sie nicht grün werden kann:
Am Ende steht ein Urteil: Will-ich-haben-Angebot, Fast da oder So-la-la-Angebot. Dazu bekommst du die 3 wichtigsten Hebel. Das sind die Änderungen, die dein Angebot vom So-la-la-Angebot zu „Fast da" bringen oder von „Fast da" zum Will-ich-haben-Angebot.
Das Audit funktioniert für 1:1-Angebote wie Beratung, Coaching oder einen VIP-Tag genauso wie für Gruppenprogramme.

Diese 7 Bausteine deines Angebots bewertet mein Audit, und bei jedem sehe ich einen typischen Fehler. Bei Kunden und bei mir selbst.
„Deine Zielgruppe ist zu schwammig" ist das Feedback, das man am häufigsten hört, wenn man seine Salespage irgendwo einreicht. Auch bei mir in den Kursen.
Ist nicht klar, ob das Angebot für mich ist, lese ich nicht weiter.
Wir wollen unser Angebot für viele Kunden öffnen, weil wir denken, dass wir dann mehr verkaufen. Kunden wollen aber eine spezialisierte Lösung, die zu ihnen passt. Dafür geben sie in aller Regel mehr Geld aus als für eine allgemeine Lösung.
Ein Beispiel aus einem Kundenprojekt, für das ich Salespages schreibe.
Viel zu schwammig:
Eingegrenzt:
Nur wenn du die Zielgruppe genau kennst, kannst du auf der Salespage und in den Emails konkret werden. Dann kannst du dir eine Person vorstellen und für sie schreiben: ihren Alltag, ihr Problem und die Lösung, die zu ihr passt.
Eine Fachkraft, die Führungskraft werden will, hat ganz andere Fragen im Kopf als eine Fachkraft, die gerade irgendeinen Job sucht und gar keine Karriereambition hat. Das sind von der Motivation her 2 sehr verschiedene Menschen. Für beide gleichzeitig kannst du keine gute Salespage schreiben.
Diesen Fehler sehe ich auch oft: „alle Frauen ab 40".
Da möchte ich jedes Mal schimpfen. Ein Alter dranzuschreiben ist faul, weil es keine Merkmale der Zielgruppe beschreibt. Außer du verkaufst eine medizinische Lösung, für die das Alter wirklich zählt.
Gemeint sind oft:
Allein dass sie so viel Berufserfahrung mitbringen, zeigt schon, dass sie ein bestimmtes Alter haben.
Das Alter musst du gar nicht hinschreiben. Nutz die Sprache und Bilder aus dem Alltag deiner Zielgruppe, dann erkennt sie sich wieder. Statt „Frauen ab 40, die es im Job nochmal wissen wollen" schreibst du zum Beispiel:
Deinen Job machst du seit 10 Jahren, und bei der Beförderung bist du jetzt 3-mal übergangen worden. Du fragst dich, ob jetzt die Zeit ist, dir einen neuen Job zu suchen.
Damit beschreibst du genau diese Zielgruppe, ohne das Alter zu nennen.
Ein vages Angebot verspricht ein Ergebnis, für das niemand bezahlt, weil es nicht konkret ist.
Vage Ergebnisse, die ich oft sehe:
Die Leute zahlen nicht dafür, etwas zu lernen. Lernen kann heute jeder kostenlos oder für 20 € im Monat bei der KI. Sie zahlen dafür, dass sie etwas umsetzen, das ein Ergebnis bringt. Auch bei einem Kurs.
Das Ergebnis muss konkret sein und beschreiben, was jemand bekommt.
Coaches sagen an dieser Stelle gern: Bei Marketing kann man das schön quantifizieren, bei Coaching nicht. Doch, das geht.
Ich hab selbst ein Impostor-Coaching gemacht. Die Coachin hat mit einem eigenen Audit gearbeitet, das im Coaching-Bereich anders heißt. Das Versprechen war, dass man seinen Score mindestens halbiert. Das fand ich cool: ein quantifizierbares Ergebnis, zugeschnitten auf den Coaching-Bereich.
Im Hero meiner alten Bestseller-Emails-Seite, also ganz oben, steht „baust du dein Email-Verkaufs-System auf". Weiter unten steht das konkrete Ergebnis, die erste gesendete Kampagne.
Das gehört nach oben: „Du baust dein Email-Verkaufs-System auf und hast deine erste Kampagne in 8 Wochen gesendet."
Verkaufst du ein 8-Wochen-Programm, sollte da stehen, was nach Woche 8 möglich ist oder passiert ist.
Dieser Fehler sieht bei 1:1-Angeboten anders aus als bei Gruppenprogrammen.
Viele haben immerhin schon verstanden, dass sie Pakete verkaufen sollen und keine Einzelstunden. Dann verkaufen sie ein Paket mit 5 Stunden, eins mit 10 und eins mit 15 Stunden.
Das sind immer noch Stunden, nur halt als Paket.
Das Problem mit Stundenpaketen:
Stundenpakete auf der Salespage ergeben deshalb keinen Sinn.
So geht es besser:
So macht es eine Kundin von mir, die Paartherapie anbietet. Sie startet mit der Anamnese und sagt im Call: „Damit du dein Ziel erreichst, denke ich, sind 5 Stunden nötig. Hier ist mein Angebot für diese 5 Stunden."
Standardmäßig werden Calls angeboten, und als Bonus noch mehr Calls. Diesen Fehler hab ich auch selbst gemacht. In letzter Zeit sehe ich ihn weniger.
Aus Kundensicht ergibt das meistens keinen Sinn:
Hast du eine sehr beschäftigte Zielgruppe, Mütter ohne Zeit, erfolgreiche Unternehmer oder Solopreneure, die ganz viel arbeiten? Dann haben die wenig Bock auf noch mehr Calls als Bonus.
Überleg dir, wo deine Kunden hängen bleiben und wo sie wirklich Unterstützung brauchen.
Bei meinen Kunden kommt gerade bei längeren Programmen gut an:
Für dich als Anbieter ist das auch viel angenehmer als zu viele Calls.
Viele begründen den Preis über die Menge, die sie liefern. Das sehe ich vor allem bei Online-Programmen und Kursen.
Neben die Module, die Anzahl der Fragerunden und all diesen Kram werden irgendwelche Mondpreise geschrieben. Dann steht da:
Dieses Online-Programm hat einen Wert von 17.430 €. Du bekommst es heute für 1.000 €.
Woher kommen diese ganzen Zahlen? Ich finde das gruselig und so ungefähr das Unglaubwürdigste, wie man verkaufen kann. Gemacht hab ich das früher auch ein paar Mal, und ich fand es immer cringe.
Einen Wert würde ich nur bei Dingen angeben, die man einzeln kaufen kann. Steckt ein Bonus drin, den du tatsächlich einzeln für 90 € verkaufst, hat er einen Wert von 90 €.
Zeig den Wert über das Ergebnis, nicht über die Menge.
Solche Rechnungen sind ehrlicher als Mondpreise.
Auf meiner Bestseller-Emails-Seite steht „Für den Preis eines Neukunden". Claude meinte, das sei abstrakt. Da hat Claude recht.
Ein Kunde, Stefan, sagt in seinem Testimonial, dass er mit den Emails aus Bestseller-Emails ca. 4.500 € zusätzlichen Umsatz gemacht hat. Das Testimonial steht auf der Seite, aber nicht neben dem Preis.
Claudes Vorschlag: das Testimonial neben den Preis packen. Dann zeige ich, wie viel zusätzlicher Umsatz schon während der 8 Wochen möglich ist. Das ist mein Wert-Preis-Vergleich, und der ist viel glaubwürdiger als Mondpreise an meinen Modulen.
Gruppenprogramme haben einen festen Starttermin und oft eine begrenzte Teilnehmerzahl. Das sind 2 Dringlichkeitshebel, die ehrlich und echt sind. Die sind mir die liebsten.
Eingebaute Dringlichkeit hilft dir aber nur, wenn sie auf der Seite steht. Auf meiner alten Bestseller-Emails-Seite steht ein Countdown für einen Bonus, der auf 0 Tagen, 0 Stunden, 0 Minuten steht. Und einen Starttermin nennt die Seite nicht.
Bei 1:1-Angeboten wird Dringlichkeit fast nie benutzt.
Meine Kunden sagen dann: „Sandra, ich verlinke immer schön mein Coaching-Angebot, aber das bucht keiner." Das liegt daran, dass es immer da ist und immer verfügbar.
Große, bekannte Leute, in den USA oder auch im deutschsprachigen Raum, verlinken ihr Coaching im Newsletter und bekommen bestimmt viele Buchungen. Die sind schon so groß und bekannt. Wir anderen müssen mit Dringlichkeit arbeiten. Sonst bauen wir nicht den Sog auf, den es braucht, um genügend Interessenten für unser 1:1-Angebot in die Pipeline zu holen.
Deshalb würde ich Beratung, Done-for-you oder 1:1-Coaching immer begrenzen:
Sonst sieht das aus nach: Die hat zu viel Zeit und offensichtlich keine Kunden.
Bucht dein 1:1-Angebot gerade niemand, behandle es wie ein Gruppenprogramm, das du launchst.
Mit dem ersten Eindruck meine ich den Hero-Bereich, also den Einstieg ganz oben auf der Salespage.
Öffne ich die Seite, will ich sofort sehen, was es ist, für wen es ist und ob es für mich interessant ist. Wenn nicht, mache ich die Seite wieder zu, weil ich andere Sachen habe, die wichtiger sind.
Ein Fehler, den ich hier sehe: so kompliziertes Wording, dass man nicht kapiert, was das für ein Angebot ist. Zu viele Anglizismen oder Schlagwörter, die hintereinanderweg stehen.
So was wie: „Funnel Sprint Bootcamp, 8-Wochen-Gruppenprogramm". Da denke ich: Was ist es denn jetzt? Sprint, Bootcamp, 8-Wochen-Programm?
Mein Angebot hieß Funnel-Sprint. Ein Sprint ist ein kurzes Angebot, und man baut darin seinen Funnel. Da hänge ich nicht noch ein Bootcamp dran, das macht es nur komplex.
Manche suchen sich sehr cool klingende, lange Namen. Besteht der Name schon aus 4 Wörtern, und du packst noch dran, dass es ein 8-Wochen-Gruppenprogramm ist, hast du plötzlich eine Angebotsbeschreibung aus leeren Phrasen. Die ist lang und sagt trotzdem nichts.
Halt den Namen kurz. Meiner Meinung nach sollte er nicht länger als 2 Wörter sein. Es gibt verschiedene Wege:
Dann weiß der Leser sofort, was das Ding ist und was es macht, und ob es für ihn ist.
Bei meiner alten Bestseller-Emails-Seite hat Claude gefunden, dass ich zu viele Formatnamen benutze: Live-Gruppe, Live-Durchgang, Programm und Kurs. Das ist ein Anfängerfehler, und schön, dass Claude ihn gefunden hat.
Das Format-Wort bestimmt auch, wie Kunden dein Angebot sehen. Ein Kurs wirkt vielleicht weniger wertig als ein Programm. Nenn dein Angebot immer Programm oder immer Kurs, aber spring nicht hin und her.
Es gibt nicht die eine Salespage-Vorlage für jedes Angebot. Überleg zuerst, wohin deine Salespage führt. Davon hängt ab, ob du ein FAQ am Ende brauchst und was darin steht.
Bei einer Salespage mit Buttonkauf klickt jemand auf „Jetzt buchen", kommt auf ein Bestellformular, gibt seine Kreditkartendaten ein und kauft. Da sitzt niemand am Telefon und beantwortet Fragen.
Deshalb muss diese Seite möglichst alle offenen Fragen vorher klären:
Pass da auf, gerade wenn du die Salespage mit KI schreibst. Claude will mir jedes Mal die Frage „Ist dieser Preis gerechtfertigt?" unterjubeln. Die kommt nicht in die FAQ.
Deine Salespage beantwortet diese Frage, indem sie den Wert deines Angebots zeigt, mit allem, was in den Fehlern 1 bis 6 steht.
Meine alte Bestseller-Emails-Seite führt zum Buttonkauf. Die FAQ beantworten, ob man eine große Liste braucht, ob man sich mit KI auskennen muss und welches Email-Tool man nutzen kann. Offen bleibt:
Anders ist es bei einer Seite ohne Buttonkauf, die zu einer Bewerbung für den Call mit dir einlädt. Da willst du um Gottes willen nicht schon alles detailliert beschreiben und beantworten.
Ich nenne das die halbe Salespage:
Am Ende stellt Claude dir ein paar Rückfragen. Danach bekommst du dein Ergebnis und eine Liste, was in deinem Angebot steckt, aber auf der Seite fehlt.
Ärger dich nicht über Rot. Sieh es als Chance, deine Salespage besser zu machen, bevor du deine Verkaufs-Emails schreibst. Es wäre schade um jede Verkaufs-Email, die du auf eine lauwarme Salespage schickst.
6 Wege mit denen du sofort deine Preise erhöhen kannst (und warum du das tun solltest)
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